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Neues Leben für tote Winkel: Tipps und Tricks für Dachschrägen-Räume


Dachschrägen sind Fluch und Segen zugleich: Einerseits sorgen sie für ein gemütliches Ambiente in der Wohnung. Andererseits bereiten die kniffligen Ecken Kopfzerbrechen, weil sie die Einrichtungsmöglichkeiten einschränken und beengend wirken können. Senkrechte Stellflächen sind Mangelware, wodurch die gemütlichen Räume eine echte Herausforderung sind. Die Wohnexpertin und Gründerin der Online-Schreinerei meine möbelmanufaktur (www.meine-moebelmanufaktur.de), Birgit Gröger, weiß, wie man schwierige Dachschrägenzimmer optisch vergrößert und in eine wahre Wohlfühloase verwandelt. Mit fünf kreativen Tricks zeigt sie, wie aus verwinkelten Dachzimmern Raumwunder werden.

1. Die richtigen Möbelstücke machen den Unterschied

Räume unterm Dach wirken meist kleiner als “normale“ Zimmer. Gepaart mit Möbelstücken wirken sie schnell beengend und erdrückend. Doch mit den richtigen Möbeln wirken selbst die kleinsten Dachzimmer offen und hell.Speziell am hinteren Teil der Schräge (am Kniestock) sollte man deshalb passgenaue Schränke oder filigrane und tiefer liegende Möbel verwenden, damit nicht so viel Licht geschluckt wird.Helles Holz oder helle Farben sorgen zusätzlich für mehr optischen Raum und Freundlichkeit. Bei sehr langen Räumen, wie es im Dachgeschoss häufig der Fall ist, lässt sich der Raum auch durch die Platzierung von Raumteilern in die Breite ziehen, z.B. durch Sideboards oder offene Regale. “Generell sind Multifunktionsmöbel die erste Wahl, um den Stauraum optimal zu nutzen“, empfiehlt die Wohnexpertin. Tische mit Schubladen, Regale oder Schränke mit Ablage, oder Hocker mit verstecktem Stauraum sind hierfür willkommene Aufbewahrungskünstler.

2. Stauraum bis in den letzten Winkel – Das Schlafzimmer

Dachschräge Sideboard: 1651,60 €, Dachschräge Schrank: 2.888,20 €, Sideboard Bett: 516,11 € (c) Bild: meine möbelmanufaktur

Dachschräge Sideboard: 1651,60 €, Dachschräge Schrank: 2.888,20 €, Sideboard Bett: 516,11 € (c) Bild: meine möbelmanufaktur

Der erste Gedanke bei der Einrichtung eines Schlafzimmers mit Dachschräge ist, den ungünstigen Winkel für das Bett zu nutzen. Doch nicht jeder schläft gerne unter einer erdrückenden Schräge. Um das beengende Schlafgefühl zu umgehen, kann man die schräge Seite auch als Kleiderschrankfläche nutzen. Mit individuellen Maßanfertigungen werden kniffelige Ecken zu Stauraumwundern. Wählt man ein Maßmöbelstück über Eck, kann man die niedrige Fläche mit praktischen Schubfächern ausstatten und die hohe Seite mit einer Kleiderstange versehen. “Maßmöbelanfertigen müssen heutzutage kein Vermögen mehr kosten“, weiß die Online-Möbelexpertin.

3. Dachschräge mal anders gedacht

Warum Kommoden immer unter die Schräge Wandseite stellen? Es gibt auch Schränke, die nach hinten heraus entsprechend dem Dachschrägenwinkel abflachen. sie passen sich der Schräge millimetergenau an und entschärfen den spitzen Winkel an dieser Seite, so dass der Raum höher wirkt. Ganz nebenbei wird dazu dieser Bereich bis auf den letzten Millimeter zu Stauraum und gleichzeitig mit Türen wunderbar versteckt. Bei meine möbelmanufaktur kann der Nutzer seinen Wunsch-Dachschrägenschrank bis auf den Millimeter genau online konfigurieren.

4. Mit Farben zaubern

Da Dachgeschosswohnungen oft schlechtes Licht mit sich bringen und einige Ecken das Licht fast komplett verschlucken, sollte man auf dunkle Töne verzichten. Mit einer Ausnahme: Da Mansardenräume oft lang sind, kann man die Fläche optisch verkürzen, indem man für die kurze Wand einen dunklen Farbton wählt. So wirkt das Zimmer harmonischer. Außerdem können je nach Lichteinfall sanfte Farben, wie zum Beispiel beige eher gräulich wirken. Helle, leuchtende Farben sowie Farbtupfer in Form von bunten Kissen, farbigen Bilderrahmen oder Schranktüren sorgen für Abwechslung und setzen Akzente im Zimmer. Durch Verwendung von im Farbkreis nah beieinander liegenden Farben wird ein angenehmes Raumgefühl erzeugt. Mittlere helle Töne sind die optimale Wahl.

Falls die Wände und Decken in gutem Zustand sind, wirken besonders Farben mit einer glänzenden oder seidenglänzenden Optik gut. Sie lässt das Licht reflektieren und Räume großzügiger wirken. Fenster- und Türrahmen können in Hochglanzoptik gestrichen, oder Sideboards und Schranktüren in Hochglanz gewählt werden. Es muss aber nicht immer der Griff zum Pinsel sein. Auch außergewöhnliche Teppiche mit Mustern und Farbe lenken von der niedrigen Raumhöhe ab.

5. Clever mit Fenster & Licht spielen

In puncto Licht muss man in die Trickkiste greifen, denn unterm Dach herrschen andere Belichtungsverhältnisse als im Rest des Hauses. Dachluken und Oberlichter müssen deshalb optimal  ausgenutzt werden. Um beim Aufstehen einen wundervollen Blick auf die Morgensonne zu haben, steht das Bett beispielsweise am besten gegenüber vom Fenster. Vorhänge machen den Raum gemütlich, besonders leichte und lichtdurchlässige Stoffe, welche die Sonne durchscheinen lassen, bieten sich an. Auch hier gilt es auf helle Farben und dezente Maße zu achten. Rollos sorgen für die nötige Beschattung, damit das Zimmer im Sommer durch die Luke nicht zur Sauna wird.

Für eine angenehme Atmosphäre sorgt eine Kombination aus verschiedenen Leuchtquellen wie Stehlampen, Tischleuchten, indirekte Beleuchtung, Einbau- und Deckenspots. Ungeeignet sind dagegen Hängelampen und Deckenstrahler, da sie dunkle Ecken schaffen und nur für Räume mit senkrechten Wänden geeignet sind.

Der Schlüssel um mit Dachgeschossräumen zu arbeiten ist ihre Form zu akzeptieren und mit ihr zu arbeiten, anstatt dagegen anzukämpfen. Dachschrägen sollten nicht als Hindernis gesehen werden, das es zu umgehen heißt, sondern vielmehr als eine Herausforderung, um ein Paradies unterm Dach zu schaffen und dem Raum einen besonderen Charme zu verleihen.

 


 

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