Geldanlage? Fast jeder Dritte Deutsche gibt lieber alles aus - maennerformat.de | Männermagazin




Geldanlage? Fast jeder Dritte Deutsche gibt lieber alles aus


  • 30,4 Prozent der Bundesbürger sparen nicht
  • Lebens- und Rentenversicherung vor Immobilie
  • Selbstständige achten stärker auf Rendite

Mitte September jährt sich zum 6. Mal der Zusammenbruch der Lehman-Bank, mit dem die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise begann. Die Folgen sind noch heute mit Mini-Zinsen zu spüren. Wem vertrauen die Deutschen derzeit ihr Geld an? Dieser Frage ging die GfK-Marktforschung im Auftrag der Gothaer Versicherung nach. Ein Ergebnis: Fast jeder Dritte erklärt, er würde gar nichts anlegen und sein Geld ausgeben.

Im Jahr 6 nach der Lehman-Pleite vertraut immerhin jeder zweite Deutsche (49,4 Prozent) den Sparanlagen der Banken und Sparkassen und würde dort sein Geld investieren oder tut das. An zweiter Stelle folgen bei den Bürgern, die Geld anlegen, Lebens- und Rentenversicherungen mit 12,5 Prozent. Das hat die GfK-Marktforschung in einer repräsentativen Befragung von über 1.000 Bundesbürgern ermittelt.

Wie die Deutschen sparen – oder auch nicht
Die Top 10 bei der  Geldanlage
1. Banken oder Sparkassen (Sparanlagen) 49,4%
2. Ich gebe das Geld aus 30,4%
3. Lebens- oder Rentenversicherungen 12,5%
4. Immobilien 11,9%
5. Ich habe kein Geld zum Investieren 7,6%
6. Gesetzliche Rentenversicherung 6,4%
7. Investmentfonds 5,3%
8. Anderes 4,9%
9. Aktien/ Beteiligungen an Unternehmen 3,1%
10. Gold oder Silber 2,5%

Quelle: GfK-Studie im Auftrag der Gothaer Versicherung, Mehrfachnennungen möglich

An dritter Stelle rangiert bei den Geld anlegenden Deutschen die Immobilie (11,9 Prozent) in der Hitliste der vertrauenswürdigen Geldanlagen. Bei Selbstständigen und Freiberuflern ist das Vertrauen in die Lebens- oder Rentenversicherung weitaus größer als im Schnitt: Fast jeder Dritte (33,1 Prozent) votierte für die Police. Auch bei Immobilien liegt die Vertrauensquote der Selbstständigen und Freiberufler deutlich höher (32,3 Prozent).

Nach der gesetzlichen Rentenversicherung (6,4 Prozent) landen Investmentfonds (5,3 Prozent) und Aktien/Beteiligungen (3,1 Prozent) im Mittelfeld, während Gold und Silber (2,5 Prozent), Schmuck wie zum Beispiel Diamanten (0,9 Prozent) und Kunst (0,3 Prozent) als vertrauenswürdig erachtete Geldanlagen kaum eine Rolle spielen. Recht groß ist indes die Quote der Nicht-Sparer: Fast jeder Dritte (30,4 Prozent) erklärte, er würde das Geld ausgeben.

Da gesondert abgefragt wurde, wer kein Geld zum Investieren hat (7,6 Prozent der Befragten gaben das an), lässt die hohe Quote der Nicht-Sparer vermuten, „dass das Sparen angesichts der niedrigen Zinsen vielfach als sinnlos betrachtet wird und die Menschen das Geld lieber ausgeben, statt für das Alter oder schlechtere Zeiten vorzusorgen „, so Christof Kessler von der Gothaer Asset Management AG. Angesichts eines Tagesgeld-Zins von im Schnitt nur noch 0,5 Prozent p.a. erscheint diese Einstellung auf den ersten Blick einleuchtend.

„Verwunderlich ist jedoch, dass Geldanlagen mit größeren Renditechancen weitgehend ignoriert werden, beispielsweise Investmentfonds oder die Direktanlage in Aktien“, so Kessler. Ein Beispiel: Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat in den vergangenen drei Jahren um gut 80 Prozent zugelegt. Wie bei der Lebens- und Rentenversicherung sind es vor allem die Selbstständigen und Freiberufler, die mehr auf Rendite achten: Mit 13,1 Prozent Vertrauensquote für Investmentfonds und 14,0 Prozent bei Aktien/Beteiligungen heben sie sich deutlich vom Schnitt ab.

Quelle: Gothaer Konzern

 


 

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