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Bergauf & bergab: 5 Expertentipps zum Skitourengehen


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Garmisch Classic Skitouren © Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG/Matthias Fend

Raus aus dem Alltag, hinein in die Natur und nach geschafftem Aufstieg atemberaubende Panoramen und das grenzenlose Gefühl von Freiheit beim Abfahren genießen: diese einzigartige Kombination macht Skitourengehen so beliebt. Im Skigebiet Garmisch-Classic finden Skitourengeher sowohl auf der Piste als auch im freien Gelände ein breitgefächertes Angebot – angefangen von einer präparierten Aufstiegsspur und regelmäßigen Tourenabenden bis hin zum speziellen Bergbahnticket und Freeride Checkpoints. Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern der Ski- und Bergschule Vivalpin sowie K2 Sports hat die Bayerische Zugspitzbahn Expertentipps zum Skitourengehen zusammengestellt. Denn für ein gelungenes Erlebnis in der Natur gibt es vor, während und nach den Touren einiges zu beachten.

1. Vorbereitung und die richtige Ausrüstung sind das A und O

Beim Tourengehen ist es wichtig, sich im Vorfeld genau über die Schnee- und Wetterbedingungen zu informieren. Anhand der Wetter- und Lawinensituation entscheidet der Vivalpin Bergschulleiter Wolfgang Pohl, wo die Tour stattfinden soll: „Mit dem Lawinenlagebericht und guten topographischen Karten kann der erfahrene Skitourengeher entscheiden, welche Hänge aufgrund ihrer Steilheit und Exposition gefährlich sind.“ Verlässliche Informationen zum Bergwetter und der aktuellen Lawinensituation gibt es über den Lawinenwarndienst Bayern. Dessen Lagebericht ist auch über die elektronischen Infotafeln, den sogenannten Freeride Checkpoints der Bayerischen Zugspitzbahn, an der Talstation Alpspitzbahn und der Bergstation Kreuzeckbahn einsehbar. Dort finden Skitourengeher zudem eine kostenlose Überprüfungsstelle für das Lawinensuchgerät (LVS-Checkpoint) sowie weitere Freeridetipps.

Je nach Art der Tour variiert auch die Ausrüstung: Egal ob Skitour auf der Piste oder gleich Freeride abseits von gespurten Routen – die Grundausrüstung ist abhängig vom persönlichen Fahrstil und Können. Ein passender Ski mit Tourenbindung, Skischuhe mit sogenanntem Walkmechanismus und rutschfestem Profil sowie verstellbare Stöcke und ein Helm gehören aber dazu. Abseits der präparierten und markierten Pisten ist grundsätzlich eine Lawinensicherheitsausrüstung bestehend aus LVS, Schaufel und Sonde unumgänglich und überlebenswichtig. „Je nach Länge und Charakter der Tour kommen auch noch zusätzliche Ausrüstungsgegenstände wie Karte, Erste-Hilfe-Set, Verpflegung und Sonnencreme in den Rucksack“, so Andreas Weiss, Marketing-Verantwortlicher bei K2 Sports Europe. Nachttouren sollten nur mit Stirnlampe unternommen werden.

Bei der Wahl der Skitourenfelle ist es wichtig, dass die Felle an die Skibreite und -länge genau angepasst sind. Eine gute Imprägnierung verhindert, dass der Schnee ‚aufstollt‘, also nicht kleben bleibt, und erleichtert somit das Gleiten.

2. Die Technik macht’s: Tipps für Aufstieg und Abfahrt

Skitourengehen ist Ausdauersport, daher setzt der staatlich geprüfte Berg- und Skiführer Wolfgang Pohl Gesundheit und eine gute Selbsteinschätzung voraus: „Zeitdruck sollte vermieden und das Tempo muss so gewählt werden, dass niemand in der Gruppe außer Atem kommt.“ Zudem rät er von großen Gruppen und Alleingängen ab. Ideal ist es, wenn der Erfahrenste die Gruppenführung übernimmt. Regelmäßige Trink- und Esspausen halten die Leistungsfähigkeit und Konzentration aufrecht.

Beim Aufstieg in Steilhängen sollten die Tourengeher im Abstand von zehn Metern zueinander aufsteigen, um die Belastung auf die Schneedecke zu reduzieren. In Skigebieten dürfen Tourengeher nur am Pistenrand und nicht nebeneinander aufsteigen, um sich und die abfahrenden Skifahrer nicht zu gefährden.

Bei der Abfahrt empfiehlt Wolfgang Pohl ebenfalls Abstände von 30 Metern, darüber hinaus „sollten sehr steile Hänge ab 35 Grad immer nur einzeln befahren werden.“ Zum eigenen Schutz und als Lawinenprävention können Tourengeher durch gute Skitechnik und eine dem Können angepasste Geschwindigkeit Stürze vermeiden.

Die Natur ist bei Skitouren besonders intensiv erlebbar: unberührte Schneeflächen, spektakuläre Panoramen und eventuell sogar das ein oder andere Wildtier. Für den Schutz der Natur sollten Tourengeher so wenig Lärm wie möglich verursachen sowie Schutz- und Sperrgebiete respektieren.

3. Nach der Skitour ist vor der Skitour

Insbesondere die Skitourenfelle verlangen nach einer Tour eine besondere Behandlung, um möglichst lange ihre Funktion zu erhalten. Andreas Weiss von K2 Sports Europe rät, die Felle nicht am Heizkörper, sondern bei Zimmertemperatur zu trocknen. Am besten klebt man nach der Skitour die beiden trockenen Felle mit einer Trennfolie aneinander und lagert sie trocken und dunkel bis zur nächsten Tour. „Um den Spaß beim Tourengehen lange zu gewährleisten, sollten Tourengeher die Skier auch wachsen, hin und wieder die Kanten schleifen lassen und den Belag ausbessern“, so der Ausrüstungsexperte weiter.

4. Skitouren rund um das Skigebiet Garmisch-Classic  

Über die präparierte Aufstiegsspur im Gebiet Garmisch-Classic sind alle klassischen Touren rund um die Alpspitze und den Stuiben zu jeder Zeit erreichbar. Zur besseren Orientierung ist die gesamte Route mit Hinweistafeln ausgeschildert. Kreuzungsstellen auf den Pisten sind als Gefahrenstellen gekennzeichnet.

Eine besonders beliebte und empfehlenswerte Route ist auch die Tour zur Stuibenhütte. Hier gibt es von der Bayerischen Zugspitzbahn ein besonderes Kombi-Ticket zum Preis von 20 Euro, bei dem eine Bergfahrt mit der Alpspitzbahn sowie eine Fahrt mit dem Bernadeinlift enthalten sind.  Die Berg- & Skischule Vivalpin veranstaltet regelmäßig geführte Tagestouren und Einstiegskurse sowie Einführungen in die Schnee- und Lawinenkunde.

Interessierte können sich unter http://zugspitze.de/de/winter/berge/garmisch-classic/skitourengehen informieren.

5. K2 Tourenabende: Skitourentipp für den Feierabend     

Wer sich nach einem stressigen Arbeitstag auf seinen Skiern auspowern möchte, findet bei den K2 Tourenabenden im Skigebiet Garmisch-Classic die ideale Möglichkeit dazu. Jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 17 und 22 Uhr geht es individuell über die Aufstiegsspur auf die auf 1.320 Meter gelegene Hütte Drehmöser 9. Wer ein paar Höhenmeter mehr aufsteigen möchte, läuft weiter bis zum 1.651 Meter hohen Kreuzeck. Denn ab dieser Wintersaison beteiligen sich auch das Kreuzeckhaus und die Kreuzalm am K2 Tourenabend. Gestärkt und aufgewärmt geht es dann zur nächtlichen Talabfahrt über die vor Ort ausgewiesene Skipiste.

Die Tourenabende der Bayerischen Zugspitzbahn starten am 26. Januar 2016. Weitere Infos gibt es unter http://zugspitze.de/de/aktuell/veranstaltungen/k2-tourenabend.

Quelle: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

 


 

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