Liebe, Sex und andere Irrtümer - Online Dating in Deutschland - maennerformat.de | Männermagazin




Liebe, Sex und andere Irrtümer – Online Dating in Deutschland


Neue Studie von Norton deckt Risiken bei der Online-Suche nach der wahren Liebe auf

  • Über die Hälfte (58 Prozent) der deutschen Nutzer von Online Dating-Portalen sind bereits Betrügern zum Opfer gefallen
  • „Revenge Porn“ (Racheporno) nimmt zu: 40 Prozent der befragten Deutschen, die zweideutige Bilder oder Nacktfotos verschickt haben, wurde mit der Veröffentlichung gedroht
  • Bei 14 Prozent aller befragten 18-34 jährigen Personen, die auf Internet Partnerbörsen unterwegs sind, wurden tatsächlich – ohne deren Wissen – anzügliche oder Nacktfotos veröffentlicht
  • 27 Prozent verheimlicht die feste Beziehung und ist auf eine Affäre aus. Knapp über die Hälfte (51 Prozent) hat sich bereits mit einem vermeintlichen Single getroffen, der in Wahrheit in einer Beziehung lebt
  • 49 Prozent der deutschen Online Dater machen falsche Angaben in ihrem persönlichen Profil, wobei Männer (58 Prozent) hier häufiger schummeln als Frauen (37 Prozent)

technik_wissenschaft_itOnline Dating-Webseiten und Apps boomen und helfen Menschen dabei, die wahre Liebe zu finden. Allerdings nicht ganz ohne Risiko. Das zeigen neue Untersuchungen von Norton by Symantec, die Risiken bei der Online-Suche nach der oder dem Richtigen aufdecken. Laut dem Norton Online Dating Risks Report wurden bereits mehr als die Hälfte (58 Prozent) aller deutschen Nutzer von Online Dating-Portalen einmal Opfer einer betrügerischen E-Mail – sogenannten Scams – oder von Spam. Die Männer trifft es dabei eher als die Frauen: Satte 66 Prozent der befragten deutschen Männer sind schon einmal auf einen Scam hereingefallen. Bei den Frauen liegt die Zahl mit 49 Prozent zwar immer noch unerfreulich hoch – aber immerhin 17 Prozent unter dem der männlichen Online Dater.

Der letzte Schrei: Revenge Porn and finanzieller Betrug

Werden zweideutige Fotos oder Videos ausgetauscht, drohen Scammer nicht selten mit der Veröffentlichung und erpressen ihre Opfer. 40 Prozent der deutschen Nutzer, die pikante Fotos versendet haben, ist dies bereits passiert. Denn je alltäglicher Online Dating wird, desto häufiger wird es auch zur Rufschädigung verwendet. Jeder läuft Gefahr, dass anzügliche Bilder oder private Informationen gegen seinen Willen veröffentlicht werden. Online Dating-Portale sind aber auch ein beliebtes Spielfeld für Scammer, die an Geld kommen wollen. Ein Drittel der deutschen Nutzer (30 Prozent) wurde über Online Dating-Portale um Geld oder finanzielle Unterstützung gebeten.

Keine Seltenheit: Lügen und heimliche Affären

Ein besonderes Problem ist „Catfishing“. Bei dieser Masche nehmen die Betrüger eine falsche Identität an und gehen mit ihren Opfern eine romantische Beziehung ein. 23 Prozent der deutschen Nutzer von Online-Portalen verheimlichen eine bestehende Beziehung und sind beim Online Dating vor allem auf eine Affäre aus. Tatsächlich haben sich 51 Prozent der Nutzer bereits mit einem vermeintlichen Single getroffen, der in Wahrheit in einer Beziehung lebt. 27 Prozent haben sich auf eine Beziehung eingelassen, bei der später herauskam, dass die andere Person eine falsche Identität nutzte. Deutsche Befragte gaben allerdings zu, dass sie bei ihren Angaben zu Aussehen (36 Prozent), Gewicht (43 Prozent) und Einkommen (40 Prozent) gelogen hatten. Auch hier liegen die Männer vorne: 58 Prozent machten falsche Angaben, bei den Frauen haben 37 Prozent geschwindelt.

Trotz aller Risiken, Online Dating wird gerade bei der jungen Generation immer beliebter. Im Rahmen der Norton Befragung von 1.020 Smartphone-Nutzern im Alter von 18 bis 34 Jahren in Deutschland gaben fast die Hälfte (46 Prozent) an, bereits ein Online Dating-Portal genutzt und im Schnitt 17 Tage pro Jahr nach einem Partner gesucht zu haben. Allerdings bleibt die Frage, inwieweit Nutzer denjenigen vertrauen können, mit denen sie über eine solche Plattform Kontakt haben.

„Scammer nutzen gerne mitgliederstarke Online Communities. Die zunehmende Beliebtheit von Dating-Plattformen macht die Nutzer dieser Communities zu einem bevorzugten Ziel“, erläutert Alexander Tschobokdji, Territory Manager Central Europe für  Norton. „Vertrauen ist für jede Beziehung entscheidend. Nutzer sollten daher niemals riskante Bilder oder private Informationen teilen, bevor sie nicht absolut sicher sind, dass sie dem Empfänger vertrauen können. Gerade in der Online-Welt ist nicht jeder das, was er vorgibt zu sein. Obwohl es viele ehrliche Personen auf diesen Plattformen gibt, weiß man trotzdem nie genau, mit wem man es zu tun hat. Daher sollte man stets wachsam sein, wenn man Online Dating-Portale nutzt, um nicht in eine prekäre Lage zu geraten.“

Wie man sich als Single online absichern kann

Alles, was Sie online stellen, ist potenziell für jedermann sichtbar. Seien Sie also vorsichtig, welche personenbezogenen Informationen Sie in Ihrem Online-Profil angeben. Es besteht die Gefahr, dass Sie Opfer von Stalking, Mobbing, Täuschung, Identitätsdiebstahl, Videoerpressung und Phishing Scams werden. Um dieses Risiko zu minimieren, überlegen Sie genau, welche Informationen Sie in Ihrem persönlichen Profil preisgeben. Norton gibt folgende Sicherheitstipps:

  • Wählen Sie renommierte Anbieter: Entscheiden Sie sich für eine bekannte Plattform mit gutem Ruf. Einige erlauben, dass Sie Ihren Account löschen oder inaktiv setzen lassen. Da Nutzer oftmals zu ihrem Online Dating-Portal zurückkehren, werden die Daten für eine spätere Nutzung auf der Plattform gespeichert.
  • Lesen Sie die Datenschutzrichtlinie: Überprüfen Sie in der Datenschutzrichtlinie des Portals, wie die Plattform mit Ihren Kontodaten umgeht. Einige Dating-Sites machen Profile standardmäßig öffentlich. Das bedeutet, sie werden von Suchmaschinen indiziert und dadurch auffindbar gemacht.
  • Wissen, mit wem man es zu tun hat: Die Bitte um ein persönliches Treffen oder einen Videochat ist eine gute Methode, um die Identität einer Person zu bestätigen. Weigert sich der andere oder sucht nach Ausreden, sollte man vorsichtig sein. Verweigert jemand selbst nach längerem Chat-Kontakt immer noch ein persönliches Treffen, sollten die Alarmglocken schrillen.
  • Seien Sie skeptisch, wenn Sie um finanzielle Unterstützung gebeten werden: Häufig erzählt jemand eine traurige Geschichte – zum Beispiel, dass er in einem fremden Land festsitzt oder sich eine plötzliche Tragödie in seiner Familie ereignet hätte. Sollten Sie um Geld gebeten werden, melden Sie den Vorfall sofort dem Betreiber des Portals und blockieren Sie die Person.
  • Achten Sie auf „vorgefertigte“ Antworten und klicken Sie keine Links an, die Ihnen ein neuer Kontakt schickt: Eine seltsame Unterhaltung, in der Ihre Fragen nicht wirklich beantwortet werden, deutet auf einen Scammer hin. Viele Fake-Profile werden von sogenannten Bots gesteuert, die Sie dazu auffordern, einen Link anzuklicken, der Sie auf Porno-, Webcam- oder Malware-Seiten führt oder Programme startet, die Kreditkartendaten erfassen. Melden Sie es dem Betreiber des Portals, wenn Sie aufgefordert werden, einen Link anzuklicken oder an einer Webcam-Sitzung mit pornografischem Inhalt teilzunehmen.

Über den Norton Online Dating Risks Report:

Der Norton Online Dating Risks Report wurde vom unabhängigen Forschungsunternehmen Reputation Leaders im Auftrag von Norton by Symantec durchgeführt. In der Studie wurden 3.038 Personen aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland im Alter von 18 bis 34 Jahren befragt, die das Internet per Tablet oder Smartphone nutzen. Die Teilnehmer waren zur Hälfte weiblich und zur Hälfte männlich und repräsentieren den jeweiligen Durchschnitt in ihren Herkunftsländern. Die Daten wurden im Zeitraum vom 17. bis 25. August 2015 erhoben. Weitere Informationen zum Norton Online Dating Risk Report finden Sie hier.

Quelle: Symantec

 


 

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