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Von Adrenalinfreak bis Genießer


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© Gletscherbahnen Kaprun AG

Kitzsteinhorn zeigt die zehn häufigsten Typen von Wintersportlern

Carving-Experte oder Funpark-Akrobat, Freerider oder Genuss-Skifahrer: Nie zuvor war die Bandbreite des Wintersports so groß wie heute. Betreiber der Skigebiete haben sich in den letzten Jahren viel einfallen lassen, um unterschiedliche Gästegruppen anzusprechen, so dass mittlerweile jeder das passende Angebot findet. Besonders Salzburgs höchstgelegenes Skigebiet am Kitzsteinhorn steht heute für eine Vielfalt, die ambitionierte Sportler und Naturfreunde ebenso anspricht wie Gourmets. Anlässlich des Weltschneetags am 17. Januar haben die Gletscherbahnen Kaprun ihre unterschiedlichen Gäste unter die Lupe genommen und zeigen die zehn häufigsten Wintersporttypen.

Der Abenteuerlustige

Er ist vornehmlich auf schwarzen Pisten wie der „Black Mamba“ anzutreffen – meist gemeinsam mit einer Gruppe Gleichgesinnter. Andere Pistensportler erkennen ihn an seinen aerodynamisch gebogenen Stöcken und der eng anliegenden Funktionskleidung. Der Abenteurer fährt immer mit topmodernem Outfit und ist im Besitz des neuesten Carvingski-Modells. Sein Skistil zeichnet sich durch Kurzschwung, mittlere Radien und tiefe Hocke aus, sein Trainingseifer ist ungebrochen. Demonstrationsfahrten werden von seinen Begleitern analysiert und beurteilt, er selbst bewertet seine Abfahrten mit einem stolzen Siegerlächeln.

Der Tiefschnee-Surfer

Rucksack mit Lawinenairbag und futuristisch anmutende Ski, die in Länge und Breite kaum zu übertreffen sind: Wer bereit für ein Outdoor-Abenteuer mit federleichtem Equipment und Helmkamera ausgerüstet ist, entlarvt sich als Freerider. Auf der Piste bekommt man ihn nur selten zu Gesicht. Abseits davon zieht er seine Spuren auf den frischen, unpräparierten Freeride-Hängen des Kitzsteinhorns. Zeigt das Wetterradar ein Tiefdruckgebiet mit Neuschnee, findet er sich blitzschnell an der Freeride Info Base ein und übernimmt die Herrschaft auf den geöffneten Routen.

Der Genießer

Er liebt die Sonnenseite des Lebens – und läuft deshalb nur bei blauem Himmel Ski. Am späten Vormittag kommt er an der Talstation an und fährt bis ganz hinauf in die „Gipfelwelt 3000“. Dort beginnt er seinen Ski-Tag mit einem späten Frühstück in Salzburgs höchstgelegenem Restaurant und genießt die Aussicht auf die umliegenden Gletschergipfel des Nationalparks Hohe Tauern. Dann schnallt er seine Bretter an und macht gemütlich ein paar Abfahrten. Nachmittags vollzieht er den Einkehrschwung auf der Sonnenterasse des Restaurants „Gletschermühle“ mit einer kräftigen Pinzgauer Kaspressknödelsuppe und einem Kaiserschmarr‘n als Nachtisch. Anschließend legt er sich auf der Panoramaterrasse am Sonnendeck vor dem „ICE CAMP presented by Audi quattro“ in den Liegestuhl, um die Gletschersonne und den grandiosen Ausblick auf die zum Greifen nahen Dreitausender zu genießen.

Der Snowpark-Akrobat

Der Snowpark-Akrobat lässt sich neben seinen Freeski oder dem Snowboard anhand seines lässigen Kleidungsstils identifizieren: Seine Hose hängt in den Kniekehlen, unter dem Helm trägt er eine dicke Mütze und darüber eine riesige verspiegelte Skibrille. Auch Kopfhörer sind ein häufiges Merkmal. Freeskier erkennt man an ihren vorn und hinten aufgebogen Ski und auffallend kurzen Stöcken, die bei den Sprüngen im Funpark nicht stören. Hinter Vertretern dieser Gattung verbergen sich nicht selten exzellente Sportler, die sich hochprofessionell über Kicker und Co. bewegen – anzutreffen vor allem im „Central Park“, dem Fun Park für Fortgeschrittene, und ab Mitte Februar in der 160 Meter langen Superpipe am Kitzsteinhorn. Dabei zählen das „Sehen und Gesehen werden“ und der Community-Gedanke.

Der Skitourengeher

Wie sich am Kitzsteinhorn beobachten lässt, ist Skitourengeher nicht gleich Skitourengeher. Leichtbau-Ski und enganliegende Kleidung sind die Markenzeichen des Aufstiegsorientierten, der mit schnellen Schritten stets im Trainingseinsatz ist, um sein Lungenvolumen maximal zu nutzen. Er wählt immer die anspruchsvollere der beiden Routen am Kitzsteinhorn, den „Eisbrecher“, und überwindet dabei knapp 900 Höhenmeter. Nach der Tour stärkt er sich im „Alpincenter“ mit kohlenhydratreicher Sportler-Nahrung und tauscht sich mit Seinesgleichen aus. Dagegen ist der Abfahrtsorientierte im Aufstieg eher gemütlich unterwegs, bei der Abfahrt wird er zum begeisterten Freerider.

Der Nordisch-sportliche

Hautenges Lycra-Outfit und stromlinienförmige Sportsonnenbrille sind das Markenzeichen dieses Typs Wintersportler, der am Kitzsteinhorn auf der gespurten „Gletscherloipe“ auf 2.900 Metern Höhe vor der Kulisse der höchsten Berge Österreichs seine Runden dreht. Er liebt die Kombination aus Naturerlebnis und sportlichem Aspekt. Ob klassischer Langläufer oder Skater – der Nordic-Fan glänzt durch seine Pferdelunge und den austrainierten Körper. Die Kilometer werden Runde für Runde von seiner Sportuhr getrackt und anschließend auf Facebook geteilt.

Der Winterfreak

Süchtig nach Winter reist der Freak wie ein Vagabund dem Schnee hinterher – ähnlich wie ein Surfer, der die perfekte Welle zur obersten Prämisse seines Lebens erklärt hat. Wintersport ist alles für ihn: Der Freak ist stets auf der Suche nach der perfekten Abfahrt, sei es auf den weiten Gletscherpisten oder abseits davon auf den Freeride-Routen. Er ist pünktlich zum Saisonstart am Kitzsteinhorn und hat eine Saisonkarte, die er vom ersten Pulver im Oktober bis zu glitzernden Firn im Frühsommer voll ausreizt. Da er sich hier drei Viertel des Jahres auf Schnee verlassen kann, wird er am Kitzsteinhorn beinahe sesshaft.

Der Retro-Skifahrer

Ein Einteiler aus den 80er Jahren und Ski, die länger sind als zwei Meter: Sein Stil lässt darauf schließen, dass er im besten Alter ist. Nichtsdestotrotz bewegt sich der Retro-Skifahrer auf den weiten Gletscherhängen äußerst sicher und elegant. Das Kitzsteinhorn kennt er wie seine Westentasche – schließlich war er unter den ersten, als das Skigebiet vor 50 Jahren eröffnete. Er ist einer der letzten seiner Art aus Zeiten, als Skifahren vor allem eine Frage der Ästhetik war. Wenn er mit schmaler Skistellung stilvoll die Piste hinunterwedelt, erinnert er ein bisschen an Hansi Hinterseer.

Der Naturliebhaber

Winterschuhe statt Ski: Sportlicher Ehrgeiz spielt für den Naturliebhaber eine untergeordnete Rolle. Ihn reizt vor allem das Erlebnis der Gletscherlandschaft am Kitzsteinhorn. Mit den Gletscherjets fährt er hinauf bis zur Bergstation auf 3.000 Metern Höhe. In der Gipfelwelt 3000 stimmt er sich in Salzburgs höchstgelegenem Kino mit den Panoramabildern des Nationalparks hohe Tauern ein, bevor er selbst auf der Aussichtsplattform „Top of Salzburg“ die unzähligen Gipfel naher und fernerer Bergketten studiert. Anschließend geht es mit der Gipfelbahn über die höchste Seilbahnstütze der Welt wieder ein Stück hinab bis zum Alpincenter, von wo sich der Naturfreund zu einer leichten Winterwanderung aufmacht. Sein Ziel ist das das „ICE CAMP presented by Audi quattro“, wo er bei einem Drink im Eisglas erneut den grenzenlosen Ausblick auf die der höchsten Berge Österreichs auskostet.

Der Trainingsorientierte

Die eigene Technik perfektionieren und das neueste Material testen: Vor allem im Herbst und Frühling bevölkern Trainierer den Gletscher. Von lokalen Skiclub-Kindern über Jugendmannschaften bis hin zu Weltcup-Stars wie Marcel Hirscher und Co. nutzen das Kitzsteinhorn für den ersten Schneekontakt im Oktober. Neben der Schneesicherheit schätzen sie vor allem die speziellen Trainingspisten am Kitzsteinhorn, dessen Geschichte als Trainingsberg früh begann: Bereits unmittelbar nach der Eröffnung des Gletscherskigebietes vor 50 Jahren bereitete sich hier die legendären österreichische Skistars wie Karl Schranz oder Annemarie Moser-Pröll auf die Wettbewerbe der anstehenden Saison vor.

 


 

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