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Grüne Konzepte für Körper, Geist und Seele


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Die Drei Zinnen, das Wahrzeichen der Region © TVB Hochpustertal/E. Callierotti

Nachhaltigkeit im Südtiroler Hochpustertal

Ein Leben im Einklang mit der Natur: Umrahmt von den imposanten Gipfeln der Dolomiten ist Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein für das Südtiroler Hochpustertal mehr als nur eine schöne Idee. Die Gemeinden Sexten, Innichen, Toblach, Niederdorf und Prags nehmen sich mit einer Vielzahl an Projekten unterschiedlicher Themen an und integrieren grüne Konzepte in Alltag und Tourismus. Das beginnt bei der Versorgung möglichst vieler Haushalte mit erneuerbaren Energien, einem starken öffentlichen Verkehrsnetz oder ökologisch ausgerichteten Unterkünften und gipfelt jährlich in den richtungsweisenden Toblacher Gesprächen, die vor keinem Thema Halt machen und schon viele erfolgreiche Nachhaltigkeitslösungen hervorgebracht haben.

Grüne Energie: Mit voller Kraft voraus

Nur so viel CO2 ausstoßen, wie zuvor gebunden wurde – das ist das Ziel des Fernheizkraftwerks Toblach, in dem aus Hackschnitzel, Rinde und Sägemehl Energie und Wärme erzeugt wird. Über 1.000 Haushalte werden dadurch mit erneuerbarer Energie versorgt, insgesamt können die Bewohner von Toblach und Innichen dadurch 4.000.000 Euro pro Jahr einsparen, im Vergleich zur Erzeugung von Wärme mit Heizöl. Wie aus Biomasse Strom wird, zeigt der zum Kraftwerk gehörende Lehrpfad, der einzige seiner Art in Europa.  Auch die Bergbahnen setzen im Hochpustertal auf grüne Energie: Indem die Sextener Dolomiten AG ihren Strom zu 100 Prozent aus Südtiroler Wasserkraft bezieht, erspart sie der Atmosphäre jährlich einen CO2-Ausstoß von 3.680,50 Tonnen.

Grüner Think Tank: Die Toblacher Gespräche

Die Toblacher Gespräche wurden 1985 von Hans Glauber ins Leben gerufen und haben sich über die Jahre zu einer renommierten Denkwerkstatt für die ökologische Wende im alpinen Raum entwickelt. Jedes Jahr kommen Experten verschiedenster Disziplinen, Wissenschaftler und Vertreter aus Gemeinden, Wirtschaft und Tourismus im Grandhotel Toblach zusammen, um Themen wie „Boden: Kampf um die letzte Ressource“ oder „Wohlstand ohne Wachstum“ zu diskutieren. Neben den grünen Think Tanks organisiert die Akademie der Toblacher Gespräche auch Weiterbildungsveranstaltungen und unterstützt energetische Sanierungsprojekte in den Gemeinden des Hochpustertals sowie verschiedene Projekte in den Bereichen Energieeffizienz, Mobilität, Tourismus und Landwirtschaft.

Nachhaltige Produkte: Du bist, was Du isst!

Ob Privathaushalt oder Gastbetrieb: Nachhaltig erzeugte und regionale Produkte haben im Hochpustertal einen hohen Stellenwert. Von der Marmelade auf dem Frühstückstisch bis zum Käse für die Brotzeit kann in der Region vieles aus heimischer Produktion bezogen werden und auch die Herstellung selbst wird von vielen Betrieben für Besucher geöffnet, was Vertrauen schafft und das Bewusstsein für die Herkunft der Produkte schärft. So gibt zum Beispiel der Imker Ewald Kamelger in Niederdorf mit seinem Programm „Besuch beim Imker und seinen Honigbienen“ spannende Einblicke in seine Arbeit und erklärt zugleich, welchen Beitrag die fleißigen Insekten zur Biodiversität der Region leisten. Der Regiohof Toblach ist ein weiterer Vorzeigebetrieb in Sachen Nachhaltigkeit: Auf den Obstfeldern wird nach höchsten Bio-Qualitätsstandards gearbeitet und die Früchte kommen direkt vor Ort in die Produktion, wo sie zu hochwertigen Konfitüren und würzigen Chutneys verarbeitet und direkt im Geschäft in Toblach verkauft werden. Auch öffnen immer mehr Hofläden ökologischer Landwirtschaftsbetriebe ihre Pforten für die Kunden. Der Bioland-zertifizierte Ranerhof in Innichen, die Demeter-Betriebe Baumgartnerhof in Toblach und Schneiderhof in Sexten oder der Bio-Beef Hackerhof in Toblach sind nur einige Beispiele. Feinschmecker, die Wert auf lokale Qualität legen, können zudem bei der Wahl von Unterkunft und Restaurants auf das „Quality Partner“-Siegel der Sennerei Drei Zinnen und der Käserei Sexten zurückgreifen. Es zeichnet die Betriebe aus, die ausschließlich Milchprodukte aus regionaler Produktion verwenden, was nicht nur die Bergbauern unterstützt, sondern auch der Umwelt zugutekommt.

Nachhaltiger Tourismus: Reisen mit „kleinem Fußabdruck“

Neben dem vorbildlich ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz, das es Gästen Sommer wie Winter ermöglicht, bequem und umweltfreundlich von A nach B zu kommen, können umweltbewusste Urlauber im Hochpustertal aus einer wachsenden Zahl nachhaltiger Unterkünfte wählen. Ein besonders komfortabler Vertreter der grünen Hotelbetriebe ist das Vier-Sterne-Superior Hotel Leitlhof in Innichen. Die Ausstattung des klimaneutralen Wellnesshotels ist stark von natürlichen Materialien geprägt, Strom und Wärme stammen vom hauseigenen Hackschnitzelheizkraftwerk sowie der Photovoltaikanlage auf dem Dach und auch in der Küche kommen heimische Produkte, zum Teil aus eigener Landwirtschaft, zum Einsatz. Wer dem Rundumservice eine Ferienwohnung vorzieht, hat in Innichen auch die Möglichkeit, in das erste Passivhaus des Ortes einzuchecken: Das nachhaltig und stilvoll eingerichtete Haus Schmieder ist nicht nur idyllisch gelegen, es ist auch auf dem Grund der römischen Siedlung Littanum entstanden. Die Überreste eines der Häuser wurden unter dem wachsamen Auge des Landesdenkmalamtes in den Eingangsbereich des Haus Schmieder integriert, was einen eindrucksvollen architektonischen Kontrast schafft. Oberhalb von Innichen, auf aussichtsreichen 1.500 Metern Höhe, befindet sich der Bioland-zertifizierte Bergbauernhof Glinzhof. Die komfortablen Zimmer sind ausschließlich mit Naturmaterialien ausgestattet und versprühen einen urig-modernen Charme. Dank eigener Solaranlage nebst Holzgas-Blockheizkraftwerk erzeugt der Glinzhof mehr Strom als er für den Betrieb benötigt; der Überschuss wird in das regionale Stromnetz eingespeist. Auch Camping 2.0 kommt im Hochpustertal klimaneutral daher: Ende 2015 wurden neun neue Chalets von Pircher Oberland im Camping Olympia in Toblach in Südtirol eröffnet. Jede „Alpine Lodge“ bietet 36 qm Wohnfläche nebst Terrasse und eigenem Kräutergarten für bis zu sechs Personen, ist Klimahaus-A-zertifiziert und mit emissionsfrei produzierten Südtiroler Holzmöbeln ausgestattet.

Weitere Informationen und Buchung unter http://www.hochpustertal.info

 


 

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