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Buch der Woche: „Sternenzimmer“


Zum Buch:

Hotel – das kann Erholung verheißen, Luxus und Leichtigkeit, oder Einsamkeit und trostlose Schäbigkeit. François Loeb gewährt in seinen „Hotelgeschichten“ (Allitera Verlag) Eintritt in die unterschiedlichsten Hotels und zieht den Leser in den Bann seiner magisch-skurrilen Erzählungen.

In 28 Geschichten verblüffen Hotelgäste, Empfangschefs, Nachtportiers oder Taxifahrer mit unerhörten Begebenheiten. Warum wird dem offenbar einzigen Hotelgast das kleine Zimmer im Dachstock gegeben, obwohl auf vier Stockwerken darunter alle Zimmer frei sind? Wieso erwartet den Gast in einem futuristischen Gartenhotel ein schon ausgehobenes Erdloch? Was führt die Milliardärin mit dem abgeworbenen Nachtportier im Schilde?

(c) Bild: Allitera Verlag

(c) Bild: Allitera Verlag

Ein leichtes Schaudern lässt sich bei den meisten Geschichten nicht vermeiden. Hintersinnig führt der Autor eine harmlos beginnende Geschichte zu einem absurden Ende. Oder lässt den gebeutelten Protagonisten schweißgebadet aus einem Tagtraum erwachen – gerade noch rechtzeitig.

Es sind sinnlich anmutende Geschichten voller Düfte, intensiver Gerüche und leuchtender Farben. Wie eine feine Aura schwebt ein leichter Horror hier und da – oder war das nur eine Illusion, eine kleine Absence? Zauberhaft-schräg, bisweilen bizarr und spannend: So serviert François Loeb seine atmosphärisch und sprachlich gelungenen Hotel-Leckerbissen.

maennerformat.de über das Buch:

Ein sehr interessantes Buch mit vielen Kurzgeschichten, ideal für Bus und Bahn. Die Storys sind bissig – das Ende manchmal konfus und die eine oder andere Geschichte beschäftigt einen länger. Sicher keine leichte Kost – also für jeden der es gerne etwas anspruchsvoller hat.

Zum Autor:

François Loeb, 1940 in Bern geboren und aufgewachsen, hat 1965 die Universität St. Gallen mit einem Diplom in Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen. Danach war er in verschiedenen Unternehmen in Kanada und in der Schweiz tätig. Von 1975 bis 2005 leitete er das von seinem Urgroßvater 1881 gegründeten Traditionskaufhaus LOEB in Bern. Neben seiner Wirtschaftstätigkeit vertrat Loeb von 1987 bis 1999 als einer von 27 Nationalräten den Berner Wahlkreis im Schweizerischen Nationalrat. Seit seinem Studium war Loebs Passion das Schreiben, das ihm nach seinem Rücktritt aus dem Berufsleben 2002 zur zweiten Berufung wurde. Loeb lebt heute im Schwarzwald.

Den entscheidenden Anstoß für sein literarisches Schaffen gab ein anderer Schweizer Schriftsteller! Bei einem Mittagessen saßen sich Loeb und Friedrich Dürrenmatt zu zweit an einem Tisch gegenüber und beide wechselten während 90 Minuten kein Wort miteinander, blickten sich nur an. Zum Schluss sagte Dürrenmatt endlich: „Sie können aber schweigen!“ Die beiden freundeten sich auf Grund dieser Episode an und Dürrenmatt ermunterte den Jüngeren, seine Gedanken zu Papier zu bringen. Jetzt kommt er nicht mehr davon los!

Details zum Buch:

François Loeb
Sternenzimmer und andere Hotelgeschichten
Allitera Verlag
160 Seiten, Paperback
€ 14,80 (D) / € 15,50 (A) / CHF 21,80
ISBN 978-3-86906-584-7


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