Vom Mieter zum Vermieter: Worauf Eigentümer achten müssen - maennerformat.de | Männermagazin




Vom Mieter zum Vermieter: Worauf Eigentümer achten müssen


  • wohnen_und_lebenAnhaltendes Zinstief: Investition in Immobilien lohnt sich
  • Neue Vermieter haben oft Probleme mit der Verwaltung der eigenen Objekte
  • Informierte Vermieter ersparen sich und ihren Mietern viele Probleme

Durch das anhaltende Zinstief und billige Kredite ist der Kauf einer Immobilie derzeit besonders günstig und damit eine lohnende Geldanlage. Neu in der Position des Vermieters, ist das Wissen über bestimmte Gesetze und Rechte unabdingbar. Das Projekt „Vermieten“ beginnt bereits bei der Mieterauswahl und endet noch lange nicht beim Unterzeichnen des Mietvertrags. Daniel Schlör, der Experte für Mietfragen und Geschäftsführer von Mineko, weiß, was Vermieter tun können, um sich für ihre neue Aufgabe zu wappnen. 

1. Wenn der Traum zum Albtraum wird: Mietnomaden vermeiden

Eine Mieterselbstauskunft klärt ab, ob es einen Schufa-Eintrag gibt oder ein Insolvenzverfahren gegen den Interessenten läuft. Neben dem monatlichen Einkommen und Arbeitgeber, darf hier auch nach Sozialleistungen gefragt werden. Nicht erlaubt sind Fragen nach politischen Vorlieben, religiösen Ansichten oder nach der ethischen Zugehörigkeit. Ein kurzes Referenzschreiben des Vorvermieters ist außerdem hilfreich, um zuverlässige Mieter zu finden.

2. Vorsicht Falle: Die Hausgeldabrechnung

Nutzt man die praktischen Dienste einer Hausverwaltung, wird man mit der Hausgeldabrechnung konfrontiert. Eine Hausgeldabrechnung muss alle Einnahmen und Ausgaben das Objekt betreffend beinhalten. Wichtig ist jedoch: Die Hausgeldabrechnung ist keine Nebenkostenabrechnung. Nicht alle darin enthaltenen Posten können als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden. Es ist äußerst wichtig, Fristen zu beachten – spätestens ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums muss eine vollständige Abrechnung beim Mieter vorliegen, sonst darf keine Nachforderung mehr gestellt werden. Auch ein Vermieterkalender bietet sich an, um den Überblick zu behalten.

3. Rechte und Pflichten: Die Hausordnung

Ob Grillen auf dem Balkon, die Nutzung der Gemeinschaftsräume oder das Lagern von Müllsäcken im Hausflur. Diese Dinge können und sollten auch vom Vermieter in Form einer Hausordnung geregelt werden. Außerdem können Reinigungsarbeiten für das Treppenhaus oder den Schneedienst im Winter auf den Mieter übertragen  werden, diese müssen dann aber auch im Vertrag festgehalten werden. Ein Aushang im Flur zählt lediglich als „ordnende Regelung“ und kann Hinweise wie Schließzeiten der Haustür beinhalten.

4. Copy and Paste: Das Aufsetzen des Mietvertrages

Ein Vordruck aus dem Netz ist nicht immer die optimale Lösung. Oftmals sind alte Klauseln enthalten, die kostspielige Folgen haben können. Der Vermieter sollte also prüfen, ob es rechtliche Neuerungen gegeben hat. Erst im Februar dieses Jahres wurde vom Bundesgerichtshof (BGH) beschlossen, dass eine allgemeine Vereinbarung im Mietvertrag genügt, um später Betriebskosten auf den Mieter umlegen zu können. Zuvor war es notwendig, alle Betriebskosten-Positionen einzeln im Mietvertrag aufzuzählen oder auf die Betriebskostenverordnung und den darin enthaltenen Katalog zu verweisen.

5. Kein Geld verschenken: Steuertipps für Vermieter

Eine Immobilie bringt häufig mehr Kosten mit sich als gedacht, vieles ist jedoch von Vater Staat zurückholbar. Generell gilt: 20 Prozent der Reparatur- und Renovierungskosten können steuerlich geltend gemacht werden, sofern der Betrag von 6000 Euro pro Jahr nicht überschritten wird. Der Immobilienbesitzer kann auch Kosten für Anzeigen, Maklergebühren, sowie Anschaffungs- und Herstellungskosten von der Steuer absetzen. Außerdem können sogar Zinsen geltend gemacht werden, wenn die Immobilie zum Beispiel über ein Hypothekendarlehen finanziert wurde. Was viele nicht wissen: Bei möblierten Wohnungen kann der Vermieter sogar die Kosten der Gegenstände, die weniger als 410 Euro wert sind, im gleichen Jahr komplett von der Steuer abschreiben.

Fazit:

Damit der Traum von einer sicheren Kapitalanlage nicht zum Albtraum wird, gibt es viele Dinge zu beachten. Sind sich neue Vermieter beispielsweise bei der Nebenkostenrechnung unsicher, so ist es ratsam Profis wie Mineko hinzuzuziehen. Auch Immobilienmakler können wichtige Tipps liefern, die zu einem entspannten Leben als Vermieter und glücklichen Mietern führen.

Quelle: MINEKO


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