Erektionsstörungen: Och, ist der süß - maennerformat.de | Männermagazin




Erektionsstörungen: Och, ist der süß


Männer mit Diabetes mellitus Typ 2, kurz Zucker genannt, haben oft viel zu wenig des Männerhormons Testosteron im Blut. Die Folgen dessen reichen von Erektionsstörungen und Libidoverlust über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu einer höheren Sterblichkeit der betroffenen Männer.

„Fast jeder siebte Mann in Deutschland leidet gemäß den Daten der 20.000er Testosteronstudie unter einem gesundheitlich bedenklichen Testosteronmangel“, so PD Dr. med. Magnus Baumhäkel, Kardiologe und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. (DGMG). Ein solch ausgeprägter Hormonmangel bleibt natürlich nicht ohne Folgen: Unter anderem haben diese Männer sehr viel häufiger Bluthochdruck (+ 41 %) sowie Diabetes (+ 68 %).

Diabetiker sollten deshalb bei sich auf erste Symptome eines Testosteronmangels achten, wie z. B. Abgeschlagenheit, Erektionsstörungen und Libidoverlust. Auf der anderen Seite haben Männer, auch wenn sie vielleicht gar nicht übergewichtig sind, aufgrund eines Testosteronmangels ein höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken.    

Internationale Arbeiten, wie beispielsweise die Hackett-Studie, zeigten unzweifelhaft, dass Männer mit wenig Testosteron und einem Typ-2-Diabetes im Durchschnitt früher verstarben als Nicht-Diabetiker. So haben die Diabetiker mit Testosteronmangel ein um etwa  6-8 % höheres Risiko, zu sterben.

„Häufig finden Männer erst zu uns, wenn beispielsweise die Erektionsfähigkeit des Penis merklich und schließlich auch sichtbar nachgelassen hat.  Für uns behandelnde Männerärzte sind Erektionsstörungen ein deutliches Warnsignal. Denn neben psychischen Belastungen, wie z. B. Stress, können Durchblutungsstörungen zu solchen Funktionseinschränkungen führen. Gefäßveränderungen am Penis sind oft ein erster Hinweis auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch einen bisher unerkannten Diabetes mellitus Typ 2, welcher die kleinen Blutgefäße im Penis schädigt“, weiß PD Dr. med. Tobias Jäger, Urologe sowie Vorstandsmitglied der DGMG.

„Die Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. fordert und fördert daher klar, dass Männer ab 45 Jahren – sowie im Falle von Beschwerden, wie beispielsweise bei Diabetes oder Erektionsstörungen, auch vor dem 45. Lebensjahr – regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen sollen“, rät Prof. Dr. med. Frank Sommer, Präsident der DGMG zum Abschluss.

Interessierte Männer und insbesondere Diabetiker können sich auf den Seiten der DGMG weiter zu diesem Thema informieren. Dort steht ebenfalls eine aktuelle Version der Vorsorge-Checkliste „Regelmäßig zur Männer-Inspektion“ für sie zum Download bereit unter: http://www.mann-und-gesundheit.com.

Zitierte Originalstudien:
Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V., Nov. 2017, „20.000er Testosteron-Studie der DGMG“
Hackett G et al., Int  J Clin Pract 2016;70(3):244-253

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V.


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