Jeder zweite Single bleibt Monogamie treu - maennerformat.de | Männermagazin




Jeder zweite Single bleibt Monogamie treu


  • Internationale Studie
  • Vor allem in den Niederlanden und Großbritannien bleibt das traditionelle Modell gefragt
  • Deutsche Männer wenden sich von exklusiver Beziehung ab

Die Monogamie steht schwer unter Beschuss in diesen Tagen. Mit Konzepten, die Polyamorie, Polygamie oder serielle Monogamie heißen, scheint die klassische Paarbeziehung ins Abseits zu geraten. Und dennoch: Jeder zweite Single in Europa sucht nach wie vor eine exklusive Paarbeziehung. Nicht einmal jeder Zehnte hat das Gefühl, sich nicht auf einen festen Partner festlegen zu können. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Stu¬die von Zweisam.de. Das Datingportal für Singles ab 50 hat dazu gemeinsam mit TNS Kantar im Rahmen seiner LoveGeist-Studie 10.000 Singles befragt. Demnach leben die meisten Monogamiefans in den Niederlanden und Großbritannien. In Deutschland wird das traditionelle Konzept im europäischen Vergleich kritischer gesehen.

Insgesamt 53 Prozent der international Befragten sehen in der Monogamie den richtigen Weg für sich. 38 Prozent wollen hingegen nichts ausschließen und sagen: Man kann nie wissen, was im Liebesleben so passiert. Und acht Prozent räumen ein, dass es für sie schwierig ist, sich auf eine Person festzulegen. Die Niederländer hängen am stärksten an der exklusiven Paarbeziehung: 69 Prozent suchen eine klassische monogame Partnerschaft. Es folgen die Briten mit 60 und die Italiener mit 55 Prozent. Weniger bereit, der Monogamie eine Carte Blanche für die Beziehung zu erteilen, sind die Spanier mit 47 Prozent, die Deutschen mit 50,5 Prozent und die Franzosen mit 51 Prozent. Schweden liegt mit einer Zustimmungsrate zur exklusiven Partnerschaft von 53 Prozent im Mittelfeld.

Deutsche Männer wollen sich nicht festlegen

Da hierzulande die Monogamie mit am stärksten unter Druck geraten ist, lohnt sich ein näherer Blick darauf, welche gesellschaftlichen Gruppen den Beziehungs-Konsens gekündigt haben. Es zeigt sich: Vor allem die deutschen Männer wollen sich immer weniger committen. So sprechen sich nur 42 Prozent für die Monogamie aus, aber 59 Prozent der Frauen. Was wollen die Männer also stattdessen? Wie so oft wissen sie es nicht genau: 45 Prozent sind sich schlichtweg nicht sicher, ob sie langfristig in einer monogamen Beziehung glücklich werden können. Immerhin 13 Prozent winken von vornherein ab; für sie ist es schwierig, sich auf eine Person festzulegen. Dieses Problem haben nur fünf Prozent der Frauen.

Jugend sucht feste Strukturen

Der deutschen Jugend scheint das traditionelle Konzept der ewigen, exklusiven Bindung hingegen weniger Angst zu machen. 54 Prozent der 18- bis 24-jährigen Singles suchen genau das: Einen langfristigen, exklusiven Partner. Wer bereits über 35 Jahre alt ist, wünscht sich nur noch zu 49 Prozent eine monogame Beziehung. Und ab 50Plus sind die Traditionalisten mit 47 Prozent schon deutlich in der Minderheit. Die Erfahrung scheint also nicht für die Monogamie zu sprechen, das Ideal der Jugend bleibt sie dennoch.

Quelle: Zweisam.de


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