Safer Internet Day: Wie man sich mich gegen Hackerangriffe wappnen kann - maennerformat.de | Männermagazin




Safer Internet Day: Wie man sich mich gegen Hackerangriffe wappnen kann


  • Am 5. Februar 2019  ist Safer Internet Day
  • Zu einfache Passwörter und veraltete Betriebssysteme und Software sind häufig Einfallstüren für Hacker
  • Gothaer bereitet Internetschutz-Angebot für Privatkunden vor

Es kann so schnell gehen: Einmal unachtsam an einem Online-Gewinnspiel teilgenommen oder sich nicht richtig ausgeloggt, schon steht die Tür für Cyber-Kriminelle offen. Wie bitter das sein kann, haben erst kürzlich diverse Politiker und Prominente am eigenen Leib erfahren, als ein junger Hacker private Daten von ihnen im Internet veröffentlichte. Aber wie können sich Privatpersonen gegen Hackerangriffe oder betrügerische Online-Händler schützen?

Im Schnitt verbringen die Deutschen jeden Tag zwischen sechs und acht Stunden im Internet. Überall, wo sie Nutzerprofile oder Accounts anlegen, hinterlassen sie Daten, die in falsche Hände geraten können. Eine der größten Schwachstellen sind Passwörter: Oft sind diese zu leicht zu knacken, werden für unterschiedliche Accounts verwendet und zu selten geändert. „Viele nutzen immer noch Passwörter wie ,123456‘, speichern das Passwort auf ihrem Endgerät oder loggen sich erst gar nicht richtig aus“, zählt Bettina Loës, Gothaer Expertin für Internetschutz, mögliche Fehler auf. „Das ist schon sehr leichtsinnig.“

Ein solider Schutz ist nicht sehr aufwändig

Für einen soliden Grundschutz im Netz kann man laut Loës mit einigen einfachen Mitteln sorgen: „Immer Ausloggen, anspruchsvolle Passwörter verwenden und diese regelmäßig verändern. Ein Passwortmanager hilft dabei, den Überblick zu behalten.“ Außerdem sollten Internetnutzer Browser und Betriebssystem immer auf aktuellem Stand halten, ebenso Virenscanner und Firewall. „Beim Online-Shopping sollten Nutzer zudem darauf achten, dass sie über eine sichere Seite einkaufen, auf der auch der Bezahlvorgang sicher ist“, rät Loës. „Grundsätzlich sollte man sich so verhalten, wie im Alltag auch. Wenn ich meine Wohnung verlasse, achte ich auch darauf, dass alle Fenster und die Wohnungstür geschlossen sind“, sagt  Loës.

Wird der Account trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gehackt, gilt es in Ruhe die richtigen Schritte einzuleiten. „Der betroffene Account sollte sofort gesperrt und das zugehörige Passwort geändert werden – sicherheitshalber alle anderen Passwörter gleich mit“, rät die Gothaer Expertin. „Außerdem sollten Betroffene ihre Kontakte über den Angriff informieren, damit diese sich ebenfalls schützen können.“

Geht man einem betrügerischen Online-Händler auf den Leim, wenn beispielsweise bezahlte Ware nicht verschickt wird, sollte man unbedingt Anzeige erstatten. Wer sichergehen will, nicht auf dem Schaden sitzen zu bleiben, kann sich zudem mit einer speziellen Versicherung schützen, die Vermögensschäden abdeckt. „Die Gothaer bereitet dazu gerade ein speziellen Zusatzbaustein „Internetschutz“ zur Hausratversicherung vor, den Kunden ab April abschließen können“, berichtet Loës.

Wer zahlt, wenn vom eigenen Rechner Schadsoftware versendet wird?

Nicht zuletzt sollten Geschädigte auch in ihre private Haftpflichtversicherung schauen, ob diese auch Schäden abdeckt, wenn zum Beispiel der eigene Account gehackt wird und dabei einen Schaden bei einem anderen anrichtet. „Denn, wer einem anderen Schaden zufügt, muss laut gesetzlicher Haftpflicht Schadensersatz leisten. Dieses Prinzip gilt nicht nur, wenn man beim Nachbarn eine Vase kaputt macht. Wenn also vom eigenen Rechner Schadsoftware verschickt wird, der andere Rechner lahmlegt, muss man für den Schaden aufkommen“, erklärt Loës. So kann der Geschädigte den Zeitwert bzw. maximal den Wiederbeschaffungswert verlangen, wenn der Computer nicht mehr repariert werden kann.
Gegen dieses Risiko können sich Verbraucher mit einer Privathaftpflichtversicherung absichern. Aber Vorsicht: In vielen älteren Policen ist der Schutz nicht enthalten. „Es lohnt sich definitiv in den Versicherungsbedingungen nachzuschauen, ob eine Deckung für elektronische Datennutzung bzw. Internetnutzung vorhanden ist“, rät Loës.

Quelle: Gothaer


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